Die ungelesenen Briefe aus dem Jahr 1941 …

1_RUSSENBRIEFE   09484

Im August 1942 sandte der Wehrmachtssoldat Gustav Oelschläger  über 1200 Briefe aus Postämtern der westukrainischen Stadt Kamenez Podolski, die durch die Kampfhandlungen nicht mehr zugestellt werden konnten, an das damalige „Reichspostmuseum Wien“. Die Briefe sind in ukrainischer, polnischer, russischer, jiddischer und hebräischer Sprache  verfasst.

Jahrzehntelang lagen sie unbeachtet im Archiv des Postmuseum in Wien, das 1980 im Technischen Museum Wien aufging. Im Jahr 2009 wurden die Briefe an die Republik Ukraine zurückgegeben. Das  „Nationalmuseum der Geschichte der Ukraine im Zweiten Weltkrieg“in Kiew organisierte im Jahr 2011 eine Ausstellung der Briefe und versucht seitdem Angehörige der Briefeschreiber ausfindig zu machen.

Bis heute ist es dem Kiever Museum mit Hilfe von Archiven und Behörden aus allen Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion gelungen über 550 dieser Briefe an Angehörige zu übergeben!

Als Dokumentation erschien eine Publikation unter dem Titel „Ungelesene Briefe aus dem Jahr 1941: Untersuchungen, Dokumente, Zeugnisse“.

Die Briefe sind aber auch auf einer eigenen Website im Internet abrufbar und somit der Öffentlichkeit zugänglich!

 

Eindrücke von der Veranstaltung „Orte der Erinnerung“

Am 26. Jänner 2016 wurde im Rahmen der Veranstaltung „Orte der Erinnerung“ der akustische Stadtplan von Wien vorgestellt. In einer Gesprächsrunde anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages am 27. Jänner wurde anschließend über Erinnerungsorte in Wien diskutiert. Waltraud Barton vom Verein IM-MER las anschließend aus dem Totenbuch von Maly Trostinec.

Einen Bericht auf Schau TV über den Stadtrundgang vom 27. Jänner 2016 finden Sie auch online (Der Beitrag beginnt ca. ab Min. 4:30)!

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Orte der Erinnerung

 

INTERNATIONALER HOLOCAUST-GEDENKTAG

Orte der Erinnerung

Im Rahmen der aktuellen Ausstellung „Inventarnummer 1938“ und des Internationalen Holocaust-Gedenktages findet am 26. Jänner 2016 um 18:00 Uhr die Veranstaltung „Orte der Erinnerung“ statt, bei der u.a. der akustische Wiener Online-Stadtplan vorgestellt wird.

Programm:

  • Begrüßung und Bedeutung der Provenienzforschung:
    Gabriele Zuna-Kratky (Direktorin TMW)
  • „Klänge und Stimmen“ – Präsentation des akustischen
    Wiener Online-Stadtplans der Österreichischen Mediathek
  • „Orte der Erinnerung“ – Gesprächsrunde mit
    Doron Rabinovici (Schriftsteller), Dr. Christian Klösch (Historiker) und Waltraud Barton (Herausgeberin Totenbuch).
    Moderation: Dr. Georg Traska (Historiker)
  • Lesung aus dem Buch Maly Trostinec – „Das Totenbuch“ von Waltraud Barton
  • Führung durch die Ausstellung „Inventarnummer 1938“ mit dem Kurator Dr. Christian Klösch

Anmeldung erforderlich unter barbara.hafok@tmw.at

Spaziergang mit dem akustischen Wiener Online-Stadtplan

Anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages findet am 27. Jänner um 10:00 Uhr ein Spaziergang mit dem akustischen Wiener Online-Stadtplan zu Orten des jüdischen Wiens mit dem Stadtplan-Kurator Dr. Georg Traska statt.

Historische Stimmen jüdischer Kantoren erzählen von einem Wien, das zerstört wurde, persönliche Lebenserinnerungen von ZeitzeugInnen sowie Auszüge aus literarischen Zeugnissen verorten ein dunkles Kapitel der Wiener Geschichte. Der Spaziergang führt vom Treffpunkt Ecke Judengasse/Sterngasse über den Morzin- und Schwedenplatz über die Marienbrücke in den 2. Bezirk. Beginnend mit dem Stadttempel wird an einigen Stationen die Vielfalt des tönenden Stadtplans dargestellt: in der historischen Spanne vom frühen 20. bis zum frühen 21. Jahrhundert; in der Verschiedenheit der Genres von Literaturlesungen über Oral History, mit einem Schwerpunkt auf der jüdischen Geschichte und Kultur Wiens.

Treffpunkt: Ecke Judengasse/Sterngasse, 27. Jänner 2016, 10:00
Dauer: ca. 60 Minuten
Eintritt frei!
Anmeldung unbedingt erforderlich:
barbara.hafok@tmw.at
 oder +43-1-89998-1200

„Great Overland Adventure“ im Technischen Museum Wien

Anfang September 2015 machte die Roadshow „Great Overland Adventure“ des Indischen TV-Senders „NDTV Prime“ auf ihrem Europa-Trip Station im Technischen Museum Wien. Besonders interessiert waren Ishan und Balakrishnan an der Datenbank zum NS-KFZ-Raub. Sie versprachen auf ihrem weiterem Trip durch Europa nach von den Nazis gestohlenen Autos Ausschau zu halten!

Hier der Link zur Sendung auf YouTube. In Minute 10:30 treffen sie von Budapest kommend in Wien ein….

Diese Diashow benötigt JavaScript.