Monat: März 2016

Die ungelesenen Briefe aus dem Jahr 1941 …

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Im August 1942 sandte der Wehrmachtssoldat Gustav Oelschläger  über 1200 Briefe aus Postämtern der westukrainischen Stadt Kamenez Podolski, die durch die Kampfhandlungen nicht mehr zugestellt werden konnten, an das damalige „Reichspostmuseum Wien“. Die Briefe sind in ukrainischer, polnischer, russischer, jiddischer und hebräischer Sprache  verfasst.

Jahrzehntelang lagen sie unbeachtet im Archiv des Postmuseum in Wien, das 1980 im Technischen Museum Wien aufging. Im Jahr 2009 wurden die Briefe an die Republik Ukraine zurückgegeben. Das  „Nationalmuseum der Geschichte der Ukraine im Zweiten Weltkrieg“in Kiew organisierte im Jahr 2011 eine Ausstellung der Briefe und versucht seitdem Angehörige der Briefeschreiber ausfindig zu machen.

Bis heute ist es dem Kiever Museum mit Hilfe von Archiven und Behörden aus allen Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion gelungen über 550 dieser Briefe an Angehörige zu übergeben!

Als Dokumentation erschien eine Publikation unter dem Titel „Ungelesene Briefe aus dem Jahr 1941: Untersuchungen, Dokumente, Zeugnisse“.

Die Briefe sind aber auch auf einer eigenen Website im Internet abrufbar und somit der Öffentlichkeit zugänglich!

 

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